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Boldt-Segel

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Die Geschichte der SUND 27.

Zu Beginn der 80er entwickelte der VEB Volkswerft Stralsund im Rahmen seiner Konsumgüterproduktion dieses Schiff. Die Entwicklung konnte zum August des Jahres 1984 abgeschlossen werden und somit war es möglich, den Prototypen der SUND 27 am 10. Oktober 1984 zur Probefahrt auf den Greifswalder Bodden zu entsenden.

Leipziger Messe

Die Gesamtproduktion der SUND 27 beläuft sich auf 135 Einheiten, wobei 26 davon als Exportschiff und Devisenbringer in die BRD geliefert wurden.

Sogar Sonderwünsche wurden erfüllt. Von all den Einheiten die jemals gebaut wurden, verließen 2 Einheiten die Werft als Hubkielschiffe für besondere Reviere und 2 Einheiten wurden um je ein Spantfeld verlängert ausgeliefert.

Die Produktion und Auslieferung der SUND erfolgte in Baugruppen, wobei die meisten Einheiten als reine Kasko, also Rumpf und Kajüte, mit Rigg ausgeliefert wurden.

Die erste Baugruppe bestand aus dem Rumpf, gefertigt aus 2,5 mm Stahlblech und der Kajüte, gefertigt aus 2 mm Stahlblech. Der Käufer konnte hier die Lieferung als Kielboot, mit 1,50 m Tiefgang oder als Kielschwerter, mit  einem Tiefgang vom 0,90 m bis 1,70 m wählen. Die 26 Einheiten für den Export in die BRD wurden mit 3 mm Stahlblech für den Rumpf und mit 2,5 mm Stahlblech für die Kajüten gefertigt, um die Zertifizierung des Germanischen Lloyd zu bekommen.

Die zweite Baugruppe war das Rigg, bestehend aus Mast und Großbaum, inclusive aller Beschläge, stehendem Gut aus verzinktem Stahldraht und der Besegelung, bestehend aus Großsegel, Fock I und Sturmfock.

Die dritte Baugruppe war die Bauschalttafel.

Die vierte Baugruppe, mit wahlweise Verstellpropeller mit Untersetzungsgetriebe oder Festpropeller mit Wendegetriebe, was die Maschinenanlage in Form eines 4-Takt-Dieselmotors.

Die fünfte Baugruppe bestand ausschließlich aus dem Transportschlitten.

Die sechste Baugruppe und damit letzte war der Innenausbau inklusive der Seereling und E-Anlage.




Auf dem Bild die Übergabe der 50. SUND 27.